Wozu fordern uns die Gedanken der Atom-Harmonik heraus?
Als Rammbock gegen geheime Vorurteile fordern sie uns heraus, und zwar gegen solche, die sich bei uns einstellen, wenn wir das Wort Atom hören und von unserem erhöhten Standpunkt aus falsch bewerten. Franz Kafka fragt: „Was baust Du? Ich will einen Gang graben. Es muß ein Fortschritt geschehen. Zu hoch oben ist mein Standort.“ („Das Ehepaar“, Frankfurt am Main 1994, S.94). Solche Vorurteile zeigen sich schon, wenn wir von der Atomkraft sprechen und dabei nur daran denken, wie wir aus der Spaltung der Atomkerne Energie gewinnen können für unseren technischen Fortschritt. Atomkraft ist Schöpfungskraft. Die Atomspaltung aber wendet sich gegen die Schöpfung. Schöpfung beginnt unten, das heißt auch im Kleinen. Wenn Christen sich lauthals für die Bewahrung der Schöpfung einsetzen, sollten sie an das Jesus-Wort denken: „Die Letzten werden die Ersten sein.“ (Matthäus 19,30) oder an sein Wort, das in den Philippus-Akten steht (140): „Wenn ihr nicht euer Unteres zum Oberen macht und das Linke zum Rechten, werdet ihr nicht in mein Reich eingehen.“ Atomharmonikal sage ich es so: Wenn ihr nicht die Atome für das Erste haltet, werdet ihr nicht das Letzte verstehen.
Zu einem neuen Bündnis von Fühlen und Denken, Denken und Fühlen fordert die Atom-Harmonik uns auf. Und mit dieser neuen Verbindung, das werden wir erkennen mit dem Heimischwerden der Musik in unserem Herzen, wird es auch zu einer neuen Kommunikation kommen zwischen Innen und Außen, Außen und Innen, Geist und Licht, Licht und Geist, Seele und Materie, Materie und Seele. Und kein Stoff im Kleinen wird ohne Seele sein und kein Atom wird ohne Zugang sein zu dem Geist im Licht, wenn er Photonen absorbiert und wieder ausstrahlt oder bei sich beherbergt. Die Philosophie wird von dem neuen Beieinander von Musik, Physik und Chemie in der Atom-Harmonik nur gewinnen, wenn sie mutig bereit ist, Konsequenzen aus dem falsch geführten Geist-Materie-Universalienstreit zu ziehen. Seit das Handeln des Menschen in der Geschichte (auch Religionsgeschichte) von diesem Streit beeinflusst worden ist, könnte eine Versöhnung im Denken und Fühlen auch politisch die Menschen begütigen. Der Verzicht auf eine greifende Anschauung ohne Bildersturm, auf ein totalitäres Haben- und Festlegen-Wollen, ausgerechnet erlernt im anorganischen Bereich, also dort, wo er am wenigstens geraten erschien, könnte ein Licht werfen auf die Würde, die ein ähnlicher Verzicht in der Begegnung unter Menschen bedeutet. Diese Würde ist kosmisch begründet.
Zum Heilen mit Farben und Tönen birgt die Atom-Harmonik große Chancen, wenn sie von Forschern der Heilmedizin, der Chemie und der Klangtherapie kreativ aufgenommen wird. Im Fachmagazin für Complementär-Medizin CO`MED Nr.3 März 1999 erschien mein Beitrag „Heilen mit Farben und Tönen“ mit dem Untertitel „Gibt es für den Heiler atomharmonikale Tips?“
Contra Atomspaltung beschreibt die philosophischen, aber auch politischen und religiösen Kosequnzen der atomharmonikalen Entdeckungen in einem Essay, das im August 1998 in „Esoterik heute“ Nr.4/98, A-2651 Reichenau, veröffentlicht wurde. Die Bewahrung der Schöpfung auf unserem blauen Planeten wird zum A und O einer globalen Politik. Dabei erkennen wir immer stärker: Wir sind im Universum nicht allein.
Johannes Kepler glaubte am Ende seiner Abhandlung „Vom sechseckigen Schnee“ „der Chemie ans Tor geklopft“ zu haben. Mit der Atom-Harmonik öffnete sich das Tor und sichtbar werden die ersten Züge einer neuen Musik-Chemie mit einer neuen Ethik auch in den Fragen nach Gott.