Wilfried Krüger kombinierte das Wissen der Musiktheorie mit dem der Atomphysik, und aus beiden Gebieten drang er vor mit einem neugierig machenden Blick in das Herz des Atoms. Mit seinem ersten Buch „Das Universum singt“, erste Auflage 1977, heute in der fünften Auflage lieferbar, wurde er zum Begründer der Atom-Harmonik. Es folgten die Bücher „Die Atom-Harmonik“ und „Das Nadelöhr der Farben und Töne“. Krüger entdeckte 1970 das Dur-Moll im Sauerstoffatom, Ordnungszahl 8. Daraus entwickelte er seine weiteren Theorien und schenkte der Harmonik, die sich von Pythagoras und Aristoxenos über Guido von Arezzo, Glarean, Johannes Kepler, Sauveur, Rameau bis Ernst Bindel und Hans Kayser entwickelte, die eigentliche Grundlage.
© Wilfried Krüger
Die Atom-Harmonik eröffnet der Forschung auf vielen Gebieten neue aussichtsreiche Möglichkeiten. Der Aufbau der Musik in Tonleitern und Akkorden ist identisch mit dem Aufbau der für das organische Leben wichtigen Atome und Moleküle. Immer deutlicher treten die musikalischen Elemente der DNA, RNA, Aminosäuren und der Transmitter an den Synapsen unserer Nervenzellmembran ins Blickfeld atomharmonikaler Untersuchungen. Bisher Rätselhaftes in ergreifenden Melodien unserer Musik wird plötzlich durch biochemische Vorgänge verstehbar, während umgekehrt Widersprüchliches in der Chemie plötzlich musikalisch aufgeklärt wird. Der tiefe Graben zwischen Glauben und Wissen lässt sich überraschend an vielen Stellen neu überbrücken.
Inspiriert wurde Krüger durch einen Briefwechsel mit Werner Heisenberg über den Geist-Materie-Universalienstreit im Gegenüber von Platon und Demokrit. Weitere Philosophen des dialektischen Materialismus führten ihn schließlich zu seinen Entdeckugen. Er machte sich einen Namen als Musikpsychologe durch seine Tonartencharakterforschung in Verbindung mit seiner Sprachmelodieuntersuchungen. Dieter Ahrens, Direktor des Städtischen Museums Simeonsstift, nahm ihn auf in den Kreis der Metrologen, die sich unter dem Namen ORDO ET MENSURA treffen und ihre Studien in Referaten auf dem jährlich stattfindenden Internationalen interdisziplinären Kongress für historische Metrologie zur Diskussion stellen. Krügers Vortrag auf diesem Kongress in Tübingen am 8.10.1995 hieß “Vitruv und die Atom-Harmonik.“
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25.01.2007
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