Über die Zusammenhänge von Atomstruktur und Musik - von Wilfried Krüger Veröffentlicht in „esoterik heute“ Nr.4/98, August 1998, A-2651 Reichenau.
Nach meinen Entdeckungen des Dur-Moll in den Atomen Sauerstoff und Stickstoff, konnte ich die Musik immer besser durch den Aufbau und die Wirkungsweise der Atome und Moleküle erklären. Die Sphären-Beweise der bekannten Dur- und Molltonleitern sind einzigartig. Dur und Moll führen uns so mit Johannes Kepler und Glarean an die von Pythagoras erahnte „Quelle, welche die ewige Natur enthält“. Vier Atome suchen im Molekül bevorzug die Stellung: Prim, Oktave, Quinte und Quarte. Meine Nachforschungen deckten eine unverkennbare Verbindung zwischen diesen Intervallen und der Struktur der Nukleinsäuren auf, welch die fundamentalen Bestandteile des organischen Lebens sind. Die Atom-Harmonik bildet den Grund der Harmonik.
Wer diesen Satz nicht sogleich akzeptieren kann, sollte daran denken, dass sich ja auch die Atomphysik längst als die „gemeinsame Grundlage für Biologie und Chemie“ darstellt. (Werner Heisenberg in „Schritte über Grenzen“, München und Zürich 1984, S.161). Wenn die Musik auf eine Quelle deutet, welche nach Pythagoras „die Wurzeln der ewigen Natur enthält“, und die Atome sind der Grund der Musik, dann enthalten diese Atome in ihrer Wechselwirkung mit dem Licht offenbar auch das Geheimnis der Verwurzelung menschlicher Personen im Übergang zwischen Zeit und Ewigkeit.
Das Atom hat durch die Atom-Bombe für viele Menschen etwas Bedrohliches bekommen. Darüber hinaus herrscht noch die Vorstellung, dass Atome am wenigsten etwas aussagen könnten über das, was wir unter menschlicher Würde verstehen. Die Atom-Harmonik beseitigt diese Vorstellung und lässt uns immer deutlicher erkennen, dass er geradezu umgekehrt ist. Gewiss: Die meisten Vorurteile verschwinden nicht von heute auf morgen. Viele Vorstellungen, an die wir uns gewöhnt haben, sind in Schichten geheimer Antriebe und Ideologien verankert. Wer vergleicht sich schon gerne mit Kleinem und nicht viel lieber mit Großem? Sind Atome nicht so etwas wie Steine? Stehen sie im Rang nicht noch unterhalb der Steine? Steine kann man fassen. Atome haben etwas Unfassbares. Sie übertreffen uns noch in der Scheu. Aber wurzelt menschliche Würde nicht auch in einer grundsätzlichen Scheu?
Die Seele ist wirklich am stärksten mit der Sphären-Quarte verbunden. Atomharmonikal ist zu erkennen: Seele, Sphäre und Quarte bilden eindrucksvoll einen runden Zusammenhang. Anscheinend spürte das schon Descartes. Diese Wahrheit passte nicht zu seinem Rationalismus. Die Atomisten Leukippos und Demokrit aber nennen, wie Aristoteles berichtet (de anima 404 a) unter den Atomen „die kugelförmigen Seele.“ - Welch eine Spur?
Die Atom-Harmonik fordert ein neues Denken über die Herkunft der Macht und die Weiterbildung der Menschlichkeit durch die Einsicht in das Entstehen der Antriebe, die zum Unmenschlichen führen. Der Unmensch heute in uns bedroht das Leben auf unserem Planeten. Deshalb sind wir dazu aufgerufen, alle Strategien der Ethik, Ökologie, Soziologie, Religion und Politik zu überprüfen, zu entwickeln und aufeinander abzustimmen, die den Unmenschen überwinden! Wir sehen uns neu in der Stufenlehre des Seins. In den Elementarteilchsn - das zeigt uns die Musik - hat das Menschliche seine ewige Gestalt.
Die Atom-Harmonik wendet das Bewußtsein radikal. Wir erkennen, dass alles im Grunde lebt. Auch das Anorganische lebt. Das Zerstückelbare endet dort und das Teilen über den normalen Halbtonschritt wird zur reinen Mitteilung des Ganzen an andere. Jedes Photon verkörpert den ganzen Geist. Jedes Elektron verkörpert die ganze Seele.
Wir dürfen Atome nicht spalten! Die Musik weist hin auf die kosmische Gestalt des Menschlichen. Wir hören und spüren den Ursprung der Menschlichkeit. Wir fühlen uns ein in die Ewigkeit der Ur-Personen.
WIR SIND IM UNIVERSUM NICHT ALLEIN!
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