A.M.:„Jedes Atom hat im Kern eine Dur-Tonleiter nach seiner Ordnungszahl.“ Wer erforscht so etwas? Und vor allem: Warum? - Nun zu Gast ist bei mir Wilfried Krüger. Sie erforschen die sogenannte Atomharmonik. Erkären Sie mal kurz: Worum geht’s da?
W.K.: Ich habe entdeckt und kann anschaulich zeigen, dass der Aufbau der Atome und Moleküle bis weit hinein ins Detail übereinstimmt mit der Musik. Sauerstoff mit seiner Ordnungszahl Acht hat eine Tonleiter in Dur und Moll. Der Kohlenstoff mit seinen sechs Elektronen hat den Aufbau eines Hexachords und das Stickstoffatom liegt mit seinen sieben Elektronen genau dazwischen. Das sind die drei Hauptatome der ganzen Chemie.
A.M.: Ja! Sie kennen sich also mit der Musik aus.
W.K.: Musikwissenschaft, Atomphysik und Chemie bringe ich zusammen.
A.M.: Sind Sie dann aber Physiker oder Musikwissenschaftler?
W.K.: Nein! Ich habe das autodidaktisch gemacht. Aber ich habe mittlerweile sehr viele Kontakte mit Wissenschaftlern, Philosophen, Ärzten, Heilpraktikern, Apothekern usw. gerade durch meine Bücher, die eine ganz gute Resonanz haben.
A.M.: Und wie lange forschen Sie schon?
W.K.: Die Entdeckung war vor genau 38 Jahren, am 15.Februar 1970. Da habe ich entdeckt, dass in einem Wassermolekül neben C-Dur auch das aufwärts gerichtete Moll (d-Moll) steckt. Entscheidend sind die zwei Sphären-Orbitale mit den Tönen f’ und d’. Ich nenne sie Mutterterz. Sprechchöre hören wir oft in dieser Terz.
A.M.: Immer in der sogenannten Mutterterz?
W:K.: Ja! Mutterterz, Liebesterz. Auch Komponisten benutzen sie - z.B. Ludwig van Beethoven in seiner c-Moll-Sinfonie. Sie beginnt mit den Tönen: g’-g’-g’-es’ ! Das ist der Schock. „So pocht das Schicksal an die Pforten.“ Die Mutter antwortet: f’-f’-f’-d’ ! Ich bin schon da!
A.M.: Wie sind Sie darauf gekommen? Man kann also doch nicht in ein Atom greifen und: Aha! sagen: Da ist eine Tonleiter. Wie kamen Sie dazu?
W.K.: Ich habe als 18-Jähriger in mein Tagebuch geschrieben: Musik, Gott und Natur miteinander verbinden! Später habe ich dann Wissenschaftlern geschrieben, um den Universalienstreit über den Vorrang von Geist und Materie aufzuklären, weil ich glaubte, dass dort vieles falsch gelaufen ist in der Philosophiegeschichte. Schon das Wort Materie, lat.Mutter, hat heute als Materialismus die Bedeutung von Egoismus angenommen, was geradezu das Gegenteil von Mutterliebe ist. Das war für mich der Antrieb, da etwas zu ändern
A.M.: Glauben Sie, dass die Philosophen vor ihnen praktisch daran gescheitert sind?
W.K.: Nein, das ist allgemein in unser Bewußtsein übergegangen durch unsere Sprache. Unbewußt sind Vorurteile zurückgeblieben wie eine Mauer, die noch zu durchbrechen ist.
A.M.: Nun zur Porta Nigra; da haben Sie auch eine Entdeckung gemacht. Was genau?
W.K.: Ich gehe aus vom Torbogen-Radius, Halbmesser. Diesen habe ich mit dem normalen Halbton der Musik symbolisiert. Der Turm der Porta hat dann genau 13 Stufen in Übereinstimmung mit den 13 Stufen der acht Elektronen eines Sauerstoffatoms. Die normale Höhe beträgt 10 Stufen entsprechend den 10 Stufen eines Kohlenstoff-Hexachords. Kohlenstoff und Sauerstoff sind sehr wichtige Atome. Die Halbton-Symbolik geht auf Aristoxenos zurück. Vitruv war Aristoxenos-Schüler. Der Architekt der Porta Nigra hat offenbar das Schema gleichgroßer Halbtonstufen von Vitruv übernommen und in der Porta verwirklicht.
A.M.: Dann hat man das ja praktisch schon früher gewußt, sonst hätte man das nicht gebaut. Da gibt es natürlich die Unterschiede Dur und Moll. Wie ist das bei der Porta Nigra?
W.K.: Das Dur-Moll waren damals noch nicht bekannt. Das ist später entstanden, haupt-sächlich durch Johannes Kepler. Seit Werckmeister und Johann Sebastian Bach haben wir 12 verschiedene Tonarten in Dur und in Moll. Die Tonartencharakteristik habe ich gut ausgebaut und auf der Rückseite meines Buches „Das Universum singt“ dargestellt. Bei den Griechen gab es andere Tonartcharakteristiken.
A.M.: Was sagt uns das für die Porta? Heißt das: sie schwingt?
W.K.: Nein, sie weist uns symbolisch hin auf unsere Mikrowelt, in der die Atome herrschen. Mein Ziel ist jetzt, auch über die Tierkreis-Zwölf die Musik mit der Chemie zu verbinden
A.M.: Was sagen denn Ihre Physiker-Kollegen dazu?
W.K.: Ich habe viel Resonanz, aber auch Kontroversen gehabt. Ich habe mit Professor Rolf Maedel, Musikwissenschaftler in Salzburg, zusammengearbeitet. Er lud mich ein und ich überzeugte ihn von der Richtigkeit meiner Theorie. Er hat sich sehr für mich eingesetzt.
A.M.: Sie werden aber nicht belächelt? - Von Fachleuten etwa?
W.K.: Damit muss man rechnen, wenn man etwas Neues in die Welt setzt. Man kann es nicht einordnen in die bisherige Vorstellungswelt.
A.M.: Haben Sie Ideen für neue Forschungen? Was haben Sie in Angriff genommen?
W.K.: Ich habe mich gefragt: Warum liegen die Gehirnwellen (Betawellen) genau vier Oktaven tiefer als unsere Gehörwellen? - Das ist bekannt.
A.M.: Ja, das ist bekannt.
W.K.: Ich habe da eine Theorie entwickelt und bin dabei, sie noch weiter zu entwickeln, wonach die fünfte Oktave der Obertöne darüber entscheidet, mit welchem Resümee akustische Signale in elektrische Informationen umgesetzt werden.
A.M.: Und wie gehen Sie da jetzt ran, um das zu erforschen? Ich werde besonders Informationen aus der Frequenzforschung sammeln. Jetzt habe ich zum Beispiel im P.M.-Heft gelesen, das ein Codex des Archimedes gefunden wurde. Ich entdeckte in dem abgebildeten STOMACHION ein 12x12-Lambdoma mit den Urfugenzahl des Stickstoffatoms 12 x 12 = 144!
A.M.: Glauben Sie nicht, dass andere auch daran forschen. Wollen Sie sich nicht vielleicht mit anderen zusammentun?
W.K.: Gerne. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn irgendein Chemiker meinen Spuren nachginge, um die Verbindung zur Musikwissenschaft zu suchen. Einige Komponisten, Ärzte und Therapeuten arbeiten bereits mit meinen Ideen. Das Zukunftsprojekt Atom-Harmonik wird das Interdisziplinäre fördern und dabei die Hürden zur Seite schieben, mit der Fachleute ihr Gebiet gerne umstellen.
A.M.: Vielen Dank, Herr Krüger, dass Sie hier waren!
W.K.: Darf ich noch etwas hinzufügen?
A.M.: Ja, bitte!
W.K.: Nikolaus Cusanus hat gesagt: „Summum autem atomus est - das Höchste aber ist das Atom.“ Ich versprach mich und sagte: „Das Höchste aber ist im Atom.“ Das ist nun meine Ergänzung zu dem Spruch des großen Moselaners.
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