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Fußball

Welche Philosophie steckt im Fußballspiel? - „Der Ball ist rund,“ sagte Sepp Herberger. „Gott ist rund“, behauptet sogar Dirk Schümer, (Frankfurt am Main 1998). Die Griechen brachten früh sphaira (Kugel, auch Spielball) als Himmelskugel mit der Musik in Verbindung. Anaximander „hat als erster den Umfang von Erde und Meer beschrieben und einen Himmelsglobus (Sphaira) konstruiert.“ (Fragmente 47). Im deutschen Wort Ball steckt das All, und der Ball lässt mich im Spiel an die Sphärenmusik denken. Die Elektronen eines s-Orbitals im Atom sind kugelsymmetrisch.

Im Jahre 1919 schrieb Arnold Sommerfeld, der Lehrer Werner Heisenbergs, im Vorwort seines Buches „Atombau und Spektrallinien“: „Was wir heutzutage aus der Sprache der Spektren heraushören, ist eine wirkliche Sphärenmusik des Atoms, ein Zusammenklingen ganzzahliger Verhältniosse, eine bei aller Mannigfaltigkeit zunehmende Ordnung und Harmonie“. Für mich lag es nahe, die wirkenden Geheimnisse der Musik in den Quantenzahlen der Atome zu suchen. Scheu und Liebe hängen in der menschlichen Seele zusammen, warum nicht auch im Sphärengrund der Atome? - Die Unbestimmtheitsrelationen Werner Heisenbergs (Nobelpreis 1932) brachte ich früh auch mit der Scheu unserer Seele in einen Zusammenhang. War ich befugt, von dem Geheimnis dieser Scheu aus auch auf den Personengrund der Atome zu schließen? - Personare heißt: Tönen hindurch!

„Der Ball ist rund“ meint aber auch: Gerade beim Fußballspiel spielt der Zufall, das Glück, das Nicht-Vorhersehbare, eine große Rolle, denn für zehn Spieler einer Mannschaft ist das Handspiel verboten. Nur der Torwart darf die Hände benutzen. Er ist etwas Besonderes. Er hütet das Tor und damit gleichsam den Schoß der Mutter Erde. Das Greiforgan, unsere Hand, ist beim Fußballspiel weitgehend entmachtet. Das setzt Kräfte außerhalb der Rationalität unserer Hände frei. Wir werden zurückversetzt in eine Welt, in der noch unmittelbar das Unergreifbare, das „grenzenlos Unbestimmbare - to apeiron“ des Anaximander am Werk ist.

Hat die Zahlensymbolik des Fußballs dann vielleicht auch etwas mit den Ordnungszahlen der Atome zu tun? - Herausgehoben ist die Zahl Elf. Der Elfmeter bedeutet eine Strafaktion. Elf Spieler bilden eine Mannschaft. In der Tat: Natrium hat die Ordnungszahl Elf; seine elf Elektronen bilden im Grundzustand auf c eine Tonleiter, die mit dem dorischen Sonnenton e’ endet. Berühmt sind im Natrium-Spektrum die beiden gelben Linien, die ich mit einem Spinwechsel des Natrium-Leuchtelektrons in Verbindung bringe. Das ionisierte Natriumatom hat sein elftes Elektron verloren.

An der Nervenzellmembran - z.B. am Sinusknoten unseres Herzens - herrscht eine „Natrium-Calcium-Bindungskonkurrenz“. („Das Nadelöhr der Farben und Töne“, Trier 2000 S.31ff). Calcium schließt und Natrium öffnet den Lichtkanal, das Tor ins Innere der Zelle. Natriumionen dringen ein mit der Photonen-Botschaft. Der Ball ist nun Same und Sonne zugleich und das Tor, das fällt, schenkt einer Mannschaft und seinen Anhängern ein Gefühl, das uns an den Rausch erinnert, mit dem Menschen beim Zeugungsakt belohnt werden.

Pfeift der Schiedsrichter bei einem unfairen Spiel eines Verteidigers im Strafraum und zeigt auf den Elfmeterpunkt, so ist oft der Schreckensruf „Elfmeter!“ zu hören. Der Elfmeterpunkt befindet sich elf Meter vor dem Tor im Strafraum, Sechzehnmeterraum genannt. Es gibt sogar manchmal ein Elfmeterschießen, wenn nach einer Dauer von 120 Minuten eine Entscheidung noch nicht gefallen ist. Der Elfmeter entscheidet gleichsam über einen anderen Tod oder ein zweites Leben. Der Schwefel hat die Ordnungszahl 16! - Der Strafraum (Offenbarung 21,8) wird zu einem „Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennt; das ist der andere Tod.“ Die Natrium-Elf und die Schwefel-Sechzehn geben sich ein Stelldichein.

In dem Buch „Sind wir allein?“ (Sebastian von Hoerner, München 2003, S.77) fand ich 2005 folgende Erklärung des Zusammenwirkens von DNS und Aminosäuren: „Jedes Protein ist sozusagen ein langes Wort in einem Alphabet mit 20 Buchstaben. Entlang der DNS bilden je drei Stufen ein Codon. Mit den vier Buchstaben gibt es also 4 x 4 x 4 = 64 verschiedene solcher Codons. Einer davon, ATG, zeigt den Anfang eines Proteins, drei andere dessen Ende.“ Eine Codon-Tabelle zeigte mir: „ATG“ bedeutet „Methionin“ und bei den 20 Aminosäuren gibt es nur zwei mit dem Schwefelatom S in der Formel Cystein mit dem Rest CH2-SH und Methionin mit dem Rest CH2-CH2-S-CH3. Im Methionin ist also das Schwefelatom S mit beiden Valenzelektronen fest im Molekül eingebunden: -S-!

Ich entdeckte einen neuen tiefen Zusammenhang. Die griechische Doppeloktave mit den drei Alphatönen A - a - a’ im System teleion metabolon finde ich in der Doppeloktave des Schwefelatoms mit gefüllten Valenzen. Offenbar setzt dieses Atom im Methionin auf G immer wieder den Anfang für den Aufbau eines Proteins. Welcher Geist hat ihn dafür ausgesucht? Der Geist der pythagoreischen Tetraktys in der DNA und RNA!

In einer sechs Seiten umfassenden Arbeit „Die Doppeloktave des Schwefelatoms“ habe ich die neu gewonnenen Erkenntnisse meiner atomharmonikalen Untersuchungen mit ihren tief gehenden biologischen Zusammenhängen detailgenau beschrieben. Sie soll ein Kapitel in meinem vierten Buch „Tierkreis-Musik im Atom“ werden. Der Schwefel muss bei der Entwicklung des Lebens auf unserer Erde vom Anorganischen zum Organischen und schließlich von der Kohlenstoffherrschaft der Einzeller zur Sauerstoffherrschaft der Mehrzeller das große Brückenschlagatom gewesen sein. Im Methionin setzt der Schwefel immer wieder einen neuen Anfang.

Ist eine Entscheidung gefallen und ist ein Spiel zu Ende, so warten wir auf das nächste Spiel. Sepp Herberger behauptet: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.“ - Im Ernstfall gibt es die Wiedergeburt

 

 

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25.01.2007

 

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