Im Kern meiner Esoterik verbindet sich die pythagoreische Apeiron-Peras-Wechselwirkung mit der Frage nach der Bedeutung der Werner-Heisenbergformel Delta p mal Delta q = h. (Siehe S.187. Das Nadelöhr). Durch den Mißbrauch der Esoterik neigen allerdings heute viele Wissenschaftler dazu, Esoterik als eine Sache für Leichtgläubige abzutun. So schwer die Heisenberg-Formel zu verstehen war, für mich öffnete sie das Tor zum Verständnis der personalen Innenseite des Universums.
Aufschlussreich ist meinen Beitrag „Wer bis Drei zählen kann“ im MAGAZIN 2000plus 2006/2, S. 40 bis 48. - Ich liebte als Jüngling Meister Eckehart und Friedrich Hölderlin; dazu ließ ich mich immer wieder ergreifen durch die Musik von Ludwig van Beethoven und Franz Schubert. Als ich mit 23 Jahren zum ersten Male etwas von den Unbestimmtheitsrelationen Werner Heisenbergs erfuhr, brachte ich sie sofort mit der heiligen Scheu beseelter Dinge und der menschlichen Seele in Verbindung. Philosophisch verglich ich sie mit dem Apeiron des Anaximander. Ich las Nietzsche, Rilke, Martin Heidegger, Gerhard Nebel, Ernst Jünger und vertiefte mich in die Entwürfe der vorsokratischen Denker.
Von Carl Friedrich von Weizsäcker stammt der Ausspruch: „Wer bis Drei zählen kann, der kann schon eine Menge.“ Auch das Atom hat eine wunderbare Dreizahl: Zum Proton (Gesetzgebung Dur) und Neutron (Gerichtsbarkeit) des Kerns tritt in der Hülle das Elektron als regierende Gewalt. Die Frage nach der Zahl der Stufen eines Orbitals im Atom haben die Atomphysiker im Kreise um Niels Bohr offenbar nie gestellt. Ich stellte sie 1970, zählte bis Drei und das Dur-Moll-Sphärengheimnis vieler Atome und Moleküle lag offen vor mir. Am 28.5.1974 Begegnung in Landau mit dem Komponisten Peter Michael Hamel und dem Schriftsteller Joachim Ernst Berendt. Wir sprachen intensiv über die Weltharmonik und der Gedanke der Atom-Harmonik begeisterte die Harmonik-Freunde von damals. Hamels Buch „Durch Musik zum Selbst“ (1976) und Berendts Buch „ Nada Brahma“ (1983) brachten brisante Ideen meiner Entdeckung in Umlauf. Martin Heidegger beklagte die Seinsvergessenheit. Er verstand darunter die Tatsache, dass der Unterschied zwischen dem Sein und dem Seienden vergessen worden ist. Er richtete sich gegen die von Descartes besonders in der modernen Technik zur Herrschaft gelangte Subjekt-Objekt-Spaltung. Ich erkannte früh, dass diese Spaltung durch die Heisenberg-Entdeckung für alle Elementarteilchen nicht mehr gilt.
In der human gebildeten Gesellschaft von heute haben wir vergessen nach der Musik des Universums zu fragen. Die Antike brachte die Musik mit den Bewegungen der Planeten in einen Zusammenhang. Rudolf Haase schreibt in „Keplers Weltharmonik heute“ (Ahlerstedt 1989, S.34): „Die Astrologie, mit der sich bekanntlich auch Kepler beschäftigte und die er zudem in seine harmonikalen Untersuchungen einbezog, beruht auf empirischen Beobachtungen, ist jedoch kausal nicht erklärbar und daher wissenschaftlich umstritten.“ Mit der Tierkreis-Zwölf im Atom, bekräftigt durch die Urfugen-Zwölf der Schalen 2 und 3 der Atome, besonders aber durch die Urfugen-Zwölf des Stickstoffatoms im Grundzustand, wird die Mutter Sternenkunde ihre verlorene Tochter Astrologie lebendig zurückbekommen und froh in ihre Arme schließen. Eine Verbindung von Ordnungszahl und Urfugenzahl in jedem Atom und Molekül bereichert und erneuert unser Herzverständnis vom Leben im All. Friedrich Nietzsches Streitschrift „Zur Genealogie der Moral“ beginnt mit den Worten: „Wir sind uns unbekannt, wir Erkennenden, wir selbst uns selbst: Das hat seinen guten Grund. Wir haben nie nach uns gesucht - wie sollte es geschehen, dass wir uns eines Tages fänden?“ - Die Chance ist da, liegt wie ein Keim in der Luft, dass wir uns finden, wieder finden in den Atomen, im Bewußtsein der Atome mit Geist und Seele, mit Körperlichkeit und Musik. Wer allerdings das Mystische und Magische ins unserem Innern nicht versteht, der versteht auch nicht die Mystik und Magie der Atome. Er wird dann nicht so leicht auch einen Zugang zur Harmonik der Atome und Moleküle finden. Die Liebe und die Musik kennt Wege für alle. Von Protagoras (490-420 v.Chr.) stammt der Satz: „Aller Dinge Maß ist der Mensch“. Ralf Ludwig erläutert diesen Satz: „Alles war schon immer in menschlicher Reichweite, im Maß, im Bemessungsmaß des Menschen. Wahrheit ist kein kostbares Gut mehr, sondern Alltäglichkeit. Nichts liegt außerhalb des Maßes (metron), das Metron ist in den Dingen.“ („Die Vorsokratiker für Anfänger“, München 2006, S.187). Von hier aus ist es nur ein Schritt zum Musik- und Personengeheimnis der Atome, dargestellt, erläutert und weiter zu erforschen in und mit der Atom-Harmonik.
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